4. September – Welttag für sexuelle Gesundheit, – nicht nur für die DGG, aber auch!

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Auf den Seiten der DGG e.V. – „Deutsche Gesellschaft für Geschlechtserziehung“ – sieht sich das „G“ auch weniger als Geschlechtserziehung (so hieß da typisch deutsch in den 70er Jahren), sondern mehr als Gesundheitserziehung im Sinne der WHO „unter Einbeziehung des geschlechtlichen/sexuellen Wohlbefindens“, wie es in unserem Dach-Verband W A S als „SEXUAL HEALTH“ vorkommt.

Definition: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Sexuelle Gesundheit so: „Sie ist untrennbar mit Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden. Sie ist ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krank- heit, Funktionsstörungen oder Gebrechen. Sie setzt eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und sexuellen Beziehungen voraus sowie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen, frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt. Sie lässt sich nur erlangen und erhalten, wenn die sexuellen Rech- te aller Menschen ge- achtet, geschützt und erfüllt werden.“

Die Gesellschaft DGG eV engagiert sich seit 1978 als NGO-Verein auf ehrenamtlicher Basis satzungsgemäß sexualpädagogisch, insbesondere für die gesetzbasierte Schul-Sexual-Bildung aller Klassen aller Schulen aller Schularten aller Bundesländer. Hierzu sind von den sog. Kultusministerien ähnliche Ziele und Aufgaben in Richtlinien formuliert, die es zu befolgen gilt. In demokratischen Gesellschaften müssen Kompromisse gefunden werden, dass der Schulunterricht einigermaßen gesellschaftlich konsensfähig ablaufen kann.

Manche Themen – mögen sie menschlich noch so wichtig erscheinen – können im Lernzielkatalog nicht berücksichtigt werden.

So wollen wir in diesem Jahr das Augenmerk auf ein solches Thema richten, dass Lehrkräfte in ihren Unterricht zu bestimmten Aspekten des Lehrplanes mit didaktisch-methodischem Geschick einbringen können.

Am Samstag ist Welttag für sexuelle Gesundheit, schreibt change.org: Ein geeigneter Moment um inne zu halten und sich mit einem Klick zu engagieren.

„Jährlich erkranken zwischen 4000-5000 Frauen an der tödlichen Krankheit Gebärmutterhalskrebs. Die Einführung des PAP-Tests hat wesentlich dazu beigetragen die Heilungs- und Überlebenschancen zu verbessern.

Seit dem 01.01.2020 wird der bis jetzt jährlich bezahlte PAP-Test für Frauen ab 35 nur noch alle 3 Jahre von den Krankenkassen übernommen.“ Ingeborg fordert: „Jährlich bezahlter PAP-Abstrich muss bleiben! Diesen Test jetzt nur noch alle 3 Jahre von den Krankenkassen übernommen anzubieten, wäre fatal.

https://www.change.org/p/gesundheitsminister-gebärmutterhalskrebs-früherkennung-jährlich-bezahlter-pap-abstrich-muss-bleiben-jensspahn-bmg-bund-bmfsfj-kbv4u/sign?cs_tk=Aod6t91Zh-37OvRmOGEAAXicyyvNyQEABF8BvHDTFNQUXUpklp2ufMLELzI%3D&utm_campaign=4231b768be874bbf812353b6a52559f6&utm_content=initial_v0_4_0&utm_medium=email&utm_source=aa_sign_ask&utm_term=cs

Seit dem 01.01.2020 wird der bis jetzt jährlich bezahlte PAP-Test (Papanicolaou-Test) für Frauen ab 35 nur noch alle 3 Jahre von den Krankenkassen übernommen. Die Kosten pro Test betragen ca. 60€ und müssen von den Patientinnen ab jetzt privat getragen werden. Jährlich erkranken zwischen 4000-5000 Frauen an der tödlichen Krankheit Gebärmutterhalskrebs und wie bei jeder Krebserkrankung ist Vorsorge die beste Sorge. Sie erspart den Patientinnen und ihren Angehörigen nicht nur großes Leid im Falle einer diagnostizierten Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung, sondern entscheidet oft über Leben und Tod. Die Einführung des PAP-Tests hat wesentlich dazu beigetragen die Heilungs- und Überlebenschance deutlich zu verbessern. Die Sterblichkeit bei Gebärmutterhalskrebs konnte somit in den letzten fünfzig Jahren um zwei Drittel reduziert werden (https://www.patienten-information.de/kurzinformationen/gebaermutterhalskrebs).Viele Frauen, mich selbst eingeschlossen, sind jedoch nun verunsichert und werden dazu gedrängt sich aktuell bzw. zukünftig zwischen Kosten und ihrer Gesundheit zu entscheiden. Dabei verzichten viele auf einen PAP-Abstrich, da sie sich entweder über die möglichen Konsequenzen einer versäumten Vorsorgeuntersuchung nicht bewusst oder sogar finanziell dazu gezwungen sind. Diesen Test also jetzt nur noch alle 3 Jahre von den Krankenkassen übernommen anzubieten, wäre fatal.Das Thema betrifft uns alle – direkt und indirekt. Frauen und Männer gleichermaßen, denn es geht um die Gesundheit von Millionen von Frauen, Müttern, Töchtern, Freundinnen und vielen mehr! Unterschreiben Sie also jetzt, um die politisch Verantwortlichen in die Pflicht zu nehmen und die sofortige Wiedereinführung des jährlich übernommen PAP-Tests zu erreichen!
Unterschreiben Sie diese Petition mit einem Klick
We have been inviting audiences to mark this day to celebrate World Sexual Health since 2010, to promote sexual health, well-being and rights for all. This initiative proposed by our former President, Rosemary Coates, has become a key strategy to spread the mission of the World Association for Sexual Health. 
What is Sexual Health?
Sexual health is a state of physical, emotional, mental and social well-being related to sexuality; it is not merely the absence of disease, dysfunction or infirmity. Sexual health requires a positive and respectful approach to sexuality and sexual relationships. This includes having pleasurable and safe sexual experiences, free of coercion, discrimination and violence. For sexual health to be attained and maintained, the sexual rights of all persons must be respected, protected and fulfilled.
Sexual Health in a

Digital World

This year’s theme and motto are: “Turn it On: Sexual Health in a Digital World.” Turn it On is the message of igniting awareness of sexual health and sexual rights online and enforcing them. 
 Turn it On is also a call for action. It’s an invitation to discuss the questions, topics, challenges and opportunities that the digital world brings regarding sexual health and sexual rights. We need to learn how to integrate technologies into people’s lives within an ethical human rights framework.
 There are many opportunities to use technology as a force for good regarding sexual health, but there is also the potential for violation and abuse of sexual rights. These may include the sharing of inaccurate and potentially harmful information, privacy issues, consensuality, confidentiality, sexual harassment and sexual related cyberbullying.


Together we can have the conversations that matter and make the digital world a safer space!  

Und für Lehrkräfte die Empfehlung für fächerübergreifende Aufklärungsarbeit: Warum nicht für die Textarbeit, die ohnehin auf dem Lehrplan steht, die Tagespresse auswerten? Exemplarisch Main-Post, 4.9.21, S. 27