{"id":1721,"date":"2025-11-23T17:12:38","date_gmt":"2025-11-23T16:12:38","guid":{"rendered":"http:\/\/dgg-ev-bonn.de\/?p=1721"},"modified":"2025-11-23T17:21:05","modified_gmt":"2025-11-23T16:21:05","slug":"wad-alle-jahre-wieder-gemeinsam-gerade-jetzt-im-kampf-gegen-hiv-infektion-und-aids","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dgg-ev-bonn.de\/index.php\/2025\/11\/23\/wad-alle-jahre-wieder-gemeinsam-gerade-jetzt-im-kampf-gegen-hiv-infektion-und-aids\/","title":{"rendered":"1.12.2025 &#8211; WAD &#8211; Alle Jahre wieder &#8230; \u201eGemeinsam. Gerade jetzt\u201c im kampf gegen HIV-Infektion und AIDS"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u201eGemeinsam. Gerade jetzt\u201c: Zum Welt-Aids-Tag starten Bundesinstitut f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit (BI\u00d6G), Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und Deutsche Aidshilfe (DAH) gemeinsame Kampagne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die DGG unterst\u00fctzt die Kampagne: <strong>Globale Erfolge im Einsatz gegen HIV ausbauen, statt sie zu gef\u00e4hrden<\/strong>. &#8222;Das Mitmachen beim schulischen Aufkl\u00e4rungsunterricht ist inzwischen eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit geworden. Viele Lehrkr\u00e4fte n\u00fctzen diesen Tag, um mit dem lehrplanm\u00e4\u00dfig vorgeschriebenen Unterricht im Bereich der Sexualbildung zu beginnen&#8220;, so der Vorsitzende Dietz in W\u00fcrzburg. &#8222;Recherchen zur Thematik, die Einladung von Experten, Selbst gestaltete Referate, geeignete Filmausschnitte sind Beispiele f\u00fcr die methodische Vielfalt, die sich zur Probleml\u00f6sung im Unterricht &#8211; nicht nur am 1.12., dem Welt-Aids-Tag &#8211; anbieten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">gemeinsame Pressemitteilung des Bundesinstituts f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit (BI\u00d6G), der Deutschen Aidshilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) zum Thema:<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><em>K\u00f6ln<\/em><a><em>\/Bonn\/Berlin, 10. November 2025.<\/em><\/a>&nbsp;\u201eGemeinsam. Gerade jetzt.\u201c \u2013 unter diesem Motto startet heute die Kampagne zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2025. Die Veranstalter \u2013 das&nbsp;<a>Bundesinstitut f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit (BI\u00d6G), die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und die Deutsche Aidshilfe (DAH)&nbsp;<\/a>\u2013 wollen damit ein deutliches Zeichen gegen das zunehmend polarisierte gesellschaftliche Klima zeigen und fordern zum entschlossenen Handeln auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weltweit leben knapp 41 Millionen Menschen mit HIV. Rund zwei Drittel aller HIV-Therapien h\u00e4ngen von den USA ab. Das Land hat bisher auch die h\u00f6chsten Beitr\u00e4ge zum Globalen Fonds zur Bek\u00e4mpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria gezahlt. Seit Anfang des Jahres haben die USA ihr Engagement deutlich zur\u00fcckgefahren, vor allem durch die Aufl\u00f6sung der Entwicklungshilfeagentur USAID. Nach Sch\u00e4tzungen von UNAIDS werden bei anhaltenden K\u00fcrzungen bis 2029 rund vier Millionen Menschen an Aids sterben, knapp sieben Millionen zus\u00e4tzlich sich neu mit HIV infizieren. In Deutschland lebten Ende 2023 nach Sch\u00e4tzung des Robert Koch-Instituts knapp 97.000 Menschen mit HIV.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Johannes Nie\u00dfen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit (BI\u00d6G):<\/strong>&nbsp;\u201eHIV-positive Menschen haben ein Recht auf medizinische Versorgung und ein Leben ohne Stigmatisierung und Diskriminierung. Daf\u00fcr setzen wir uns gemeinsam mit dieser Kampagne ein. Wir d\u00fcrfen au\u00dferdem nicht vergessen: Viren kennen keine Grenzen. Wenn die Zahl von HIV-Infektionen und Aids-Erkrankungen wieder zunimmt, wird sich das auch in Deutschland zeigen. Deshalb m<a>uss der globale Einsatz gegen HIV<\/a>&nbsp;bestehen bleiben.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stefan Miller vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe:<\/strong>&nbsp;\u201eDieser Welt-Aids-Tag ist etwas Besonderes: Es geht darum, eine neuerliche Katastrophe zu verhindern. Wir k\u00f6nnen nicht zulassen, dass Aids in gro\u00dfem Ausma\u00df zur\u00fcckkehrt! Menschen mit HIV d\u00fcrfen wir nicht alleine lassen. \u00dcber Jahrzehnte aufgebaute Versorgungsstrukturen m\u00fcssen erhalten bleiben \u2013 sonst wird sich das weltweit bitter r\u00e4chen. Auch Deutschland muss verst\u00e4rkt dazu beitragen. Aber auch hierzulande sind Pr\u00e4vention, Beratung und Testangebote zunehmend gef\u00e4hrdet. Zugleich nehmen Diskriminierung und Stigma wieder zu. Das ist eine fatale Entwicklung. Einer Welt, in der Spaltung und Ausgrenzung zunehmen, rufen wir zu: ,Gemeinsam. Gerade jetzt.\u2018\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anne von Fallois, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung:<\/strong>&nbsp;\u201eAngesichts der aktuellen Bedrohung von Leben und Gesundheit vieler Menschen stellen wir die urspr\u00fcngliche Kernbotschaft des Welt-Aids-Tages in den Vordergrund: Solidarit\u00e4t. Die Welt k\u00f6nnte Aids bis 2030 beenden \u2013 wir haben das Wissen und die Mittel daf\u00fcr. Jetzt aber m\u00fcssen wir wieder f\u00fcr das N\u00f6tigste k\u00e4mpfen. Dazu tragen wir an vielen Orten ganz konkret bei. Aber am Ende trifft die Politik die Entscheidungen \u00fcber Gelingen oder Scheitern der globalen Ma\u00dfnahmen gegen HIV.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Menschen, um die es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eStell dir vor, eine Pandemie bedroht die Welt und die Welt schaut weg\u201c, steht auf einem der f\u00fcnf Kampagnenplakate. Die anderen regen dazu an, sich in die Lage derer zu versetzen, deren Versorgung in Gefahr ist oder die unter Diskriminierung leiden:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>&nbsp;<\/td><td>\u201eStell dir vor, du stirbst an einer behandelbaren Krankheit\u201c, sagt Sarah aus Kenia, die genau davor jetzt Angst haben muss.<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>\u201eStell dir vor, dein Kind ist krank und es gibt keine Medizin\u201c, sagt Daniel, ebenfalls aus Kenia, alleinerziehender Vater eines achtj\u00e4hrigen Sohnes \u2013 beide sind HIV-positiv und f\u00fcrchten, dass sie bald keine Medikamente mehr bekommen.<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>\u201eStell dir vor, dein Zahnarzt hat Angst vor dir\u201c, fordert uns Max aus Berlin auf. Seine Erfahrungen stehen beispielhaft f\u00fcr Ber\u00fchrungs\u00e4ngste und Ablehnung, die Menschen mit HIV immer noch erleben \u2013 auch in Deutschland.<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>\u201eStell dir vor, du brauchst Hilfe und Angst macht dich stumm.\u201d \u2013 das ist Realit\u00e4t f\u00fcr viele Menschen, denn wer Angst vor Ausgrenzung hat, spricht nicht \u00fcber HIV. Das Stigma h\u00e4lt Menschen davon ab, sich testen zu lassen oder medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>In Interviews erz\u00e4hlen Vine aus Berlin und Lillian aus Saarbr\u00fccken \u00fcber die Situation in ihren Herkunftsl\u00e4ndern. Vine hat in Kambodscha ihren Mann und ihren Sohn an Aids verloren und dann eine Hilfsorganisation aufgebaut \u2013 der nun das Geld entzogen wird. Lillian floh aus Uganda nach Deutschland und wurde im letzten Moment durch HIV-Medikamente gerettet. Sie wei\u00df: Andere werden es nun nicht schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Immer noch Diskriminierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>HIV ist heute eine gut behandelbare Infektion. Unter Therapie ist HIV auch beim Sex nicht \u00fcbertragbar, im Alltag ohnehin nicht. Eine repr\u00e4sentative Umfrage im Jahr 2020 hat jedoch gezeigt, dass es noch immer viele irrationale Ber\u00fchrungs\u00e4ngste gegen\u00fcber Menschen mit HIV gibt, etwa bei der gemeinsamen Benutzung von Geschirr oder Toiletten sowie engem K\u00f6rperkontakt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diskriminierung geh\u00f6rt nach wie vor zum Alltag von HIV-positiven Menschen: In der Studie \u201epositive stimmen 2.0\u201c gaben 95 Prozent der befragten Menschen mit HIV an, sie h\u00e4tten im Jahr zuvor mindestens eine diskriminierende Erfahrung gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welt-Aids-Tag am 1. Dezember<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Welt-Aids-Tag ist der Tag der Solidarit\u00e4t mit HIV-positiven Menschen und des Gedenkens an die an Aids Verstorbenen. Er wird seit 1988 jedes Jahr am 1. Dezember begangen. Die wichtigsten Ziele sind ein diskriminierungsfreier Umgang und Zugang zu medizinischer Versorgung f\u00fcr alle Menschen weltweit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bestellung der kostenlosen Materialien zum Welt-Aids-Tag:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Deutsche Aidshilfe&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Online-Bestellsystem:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.aidshilfe.de\/de\/shop\">www.aidshilfe.de\/de\/shop<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>__________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pressekontakt<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>Bundesinstitut f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit (BI\u00d6G)<\/p>\n\n\n\n<p>Maarweg 149-161, 50825 K\u00f6ln<\/p>\n\n\n\n<p>Tel. 0221 8992-332<br>E-Mail:&nbsp;<a href=\"mailto:pressestelle@bioeg.de\">pressestelle@bioeg.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.bioeg.de\/\">www.bioeg.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eGemeinsam. 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