Gegen Verunsicherung

Forderungen gegen allgemeine Verunsicherung der Schul-Sexual-Bildung als Anregungen zur Entkrampfung der Situation – 2014

 Wir unterstützen alle Gedanken Ideen, Methoden, Medien und Pläne sowie konkretes Handeln von Einzelpersonen*_ und Institutionen, Vereinen und Gesellschaften, die Gesundheitsförderung sowie Kinder- und Jugendschutz zum Ziel haben i.w.S. nach der WHO einschließlich der sexuellen Gesundheit und des allgemeinen Wohlergehens. Auf diesem Wege sind wir in 40 Jahren nicht sehr weit gekommen. Das Gebiet der sexuellen Welt wird auch in der Erziehung nicht mehr verschwiegen, aber immer noch weitgehend tabuisiert. Die unterschiedlichen Methoden der Sozial- und Schul-Sexualpädagogik driften weit auseinander, weil die Interessen sehr sehr unterschiedlich sind. Doch könnten beide Richtungen sehr wohl zum gemeinsamen Ziel der Aufklärung von jungen und erfahreneren Menschen ihren je fachlich abgesicherten Teil beitragen,

 Für den Erwerb der Sach-, Selbst- und Leistungskompetenz in den Schulen steht der Staat mit der gesetzlich verpflichtenden Sexualerziehung in der Verantwortung.  Externe Fachkräfte helfen kooperativ auf Wunsch einzelner Lehrkräfte. Ersetzbar ist diese schulische Verpflichtung und Verantwortung durch außenstehende Sexualpädagogen in keinem Fall.

Der Staat ist durch die Gesetzgebung für die gesetzlich verpflichtende Sexualbildung zuständig. Mit den bisherigen Methoden konnte diese Aufgabe in 50 Jahren nicht zufriedenstellend gelöst werden. Eine staatlich Initiative darf nach fast 50 Jahren erwartet werden. Die Lehrerverbände und die Medien werden um Misorge gebeten.

Uns in der DGG eV ist bewusst, dass es Sexualerziehung in der Schule praktisch nur theoretisch geben kann (Schüler Rudi 1985). Das gemeinsame Gespräch zwischen Schülerschaft und Lehrkraft in Kooperation mit den Eltern ist bei der derzeitig sexuell verwirrenden Medienvielfalt der Vorrang zu geben. Weniger (Medien) ist in diesem Falle mehr!  Dazu exemplarisch eine Mutter-Meinung!

DGG – Forderungen gegen allgemeine Verunsicherung der Schul-Sexual-Bildung:

  1. Die Unsicherheit von Schulen und Eltern bzgl. der verpflichtenden Sexualerziehung in den Schulen muss aufhören.
  2. Lehrer für die Schulen müssen für diese vom Gesetz auferlegten schwierige Arbeit der Sexualbildung in Theorie und Praxis vorbereitet werden. Mit entsprechend definiertem Studienabschluss können Experten im Auftrag und unter Kontrolle des Staates diesen Bildungsgang SEX-ED wissenschaftlich vertieft studieren. Sie können als Experten für die Aus-, Fort- und Weiterbildung spezialisiert werden oder als Beratungsrektoren später Funktionen übernehmen.
  3. Im Lehrerstudium an der Universität erfolgt die „nachweisliche“ Ausbildung.
  4. Im Seminar/Referendariat erfolgt vertiefte Praxisorientierung durch Fortbildung im Sinne der schulartspezifischen Richtlinien und Lehrpläne.
  5. In der Weiterbildung werden regelmäßig aktuelle Themen der Sexualbildung aufgegriffen auch und spezielle für die Koordinatoren (Supervision) und die Schulleitungen nach dem Bildungsgesetz gesamt Verantwortlichen.
  6. In den Regionen müssen geeignete Fach-Berater für Sexualbildung bei den Schulämtern installiert werden, um diese Aufgabe in allen Schulen zu koordinieren. Hierzu gehört auch die Koordinierung von schulischem und außerschulischen Beratern/Experten, sog. Sexualpädagogen.
  7. Ausreichende Mittel und Personal des Staats sind hierfür zur Verfügung zu stellen.
  8. Die Ressourcen der neuen Medien sind einzubeziehen. Die Kooperation soll grenzenlos international sein mittels Internet und die Institution der jeweiligen Lehrerverbände.
  9. Sexualpädagogen für Institutionen und freie Träger müssen an der Fachhochschule FH, besser in einem Institut für Sexualwissenschaft (an einer Universität angegliedert) zertifiziert ausgebildet werden.
  10.  Die Öffentlichkeit ist über die Medien einzubinden. Medien selbst sind auf BestPractice hin zu evaluieren.

„Durch vielfältige Aufklärungsarbeit sollen alle an Schule und Erziehung Beteiligten für das Thema sensibilisiert, der respektvolle Umgang miteinander etabliert und so eine Vertrauenskultur für Sexualbildung geschaffen werden, erläuterte der Vorsitzende der DGG, Linus Dietz. „Ziel muss es sein, Respekt als Menschenrecht zu erreichen. Gesundheitserziehung genießt Priorität, die Vielfalt menschlicher Sexualitäten gehört dazu.

DGG-Empfehlung zur Bewältigung der anstehenden Probleme

Forderungen gegen allgemeine Verunsicherung der Schul-Sexual-Bildung

  1. Die Unsicherheit von Schulen und Eltern bzgl. der verpflichtenden Sexualerziehung in den Schulen muss aufhören.
  2. Lehrer für die Schulen müssen auf diese vom Gesetz auferlegten schwierige Arbeit der Sexualbildung in Theorie und Praxis vorbereitet werden. Mit entsprechend definiertem Studienabschluss können Experten im Auftrag und unter Kontrolle des Staates diesen Bildungsgang SEX-ED wissenschaftlich vertieft studieren. Sie können als Experten für die Aus-, Fort- und Weiterbildung spezialisiert werden oder als Beratungsrektoren später Funktionen übernehmen.
  3. Im Lehrerstudium an der Universität erfolgt die „nachweisliche“ Ausbildung.
  4. Im Seminar/Referendariat erfolgt vertiefte Praxisorientierung durch Fortbildung im Sinne der schulartspezifischen Richtlinien und Lehrpläne.
  5. In der Weiterbildung werden regelmäßig aktuelle Themen der Sexualbildung aufgegriffen auch und spezielle für die Koordinatoren (Supervision) und die Schulleitungen nach dem Bildungsgesetz gesamt Verantwortlichen.
  6. In den Regionen müssen geeignete Fach-Berater für Sexualbildung bei den Schulämtern installiert werden, um diese Aufgabe in allen Schulen zu koordinieren. Hierzu gehört auch die Koordinierung von schulischem und außerschulischen Beratern/Experten, sog. Sexualpädagogen.
  7. Ausreichende Mittel und Personal des Staats sind hierfür und für eine sexualwissenschaftliche Forschungsstelle zur Verfügung zu stellen.
  8. Die Ressourcen der neuen Medien sind einzubeziehen. Das ermöglicht mehr sexualpädagogisches Engagement der einzelnen Unterrichts-Fach-Vertretungen, denn fächerübergreifende kompetenzorientierte Sexualerziehung garantiert erst durch zeitgemäße Unterrichtung umfassende Sexual-Bildung.
  9. Sexualpädagogen für Institutionen und freie Träger müssen an der Fachhochschule FH, besser in einem Institut für Sexualwissenschaft (an einer Universität angegliedert) zertifiziert ausgebildet werden.
  10.  Die Öffentlichkeit sowie Eltern- und Schülerschaft sind über die Medien einzubinden. Diese selbst sind auf Best-Practice hin zu evaluieren. Die Kooperation soll grenzenlos international sein mittels Internet und die Institutionen der jeweiligen Lehrerverbände. Die Basis des Handeln ist wissenschaftlich und nicht grundsätzlich religiös bestimmt.

Schulische Sexualerziehung

bedarf der wissenschaftlichen Korrektur und zeitgemäßen Erneuerung –

Forderungen der DGG an die Verantwortlichen nach einem Masterplan zum Lernfeld Sexualität