{"id":176,"date":"2017-10-27T14:30:23","date_gmt":"2017-10-27T12:30:23","guid":{"rendered":"http:\/\/dgg-ev-bonn.de\/wp\/?page_id=176"},"modified":"2020-12-01T14:47:17","modified_gmt":"2020-12-01T13:47:17","slug":"resolutionen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/dgg-ev-bonn.de\/index.php\/forschung\/resolutionen\/","title":{"rendered":"Resolutionen"},"content":{"rendered":"<p>Linus J. Dietz, Vorsitzender der DGG e.V. Bonn<br>und Sexualp\u00e4dagogik-Beauftragter des Lehrerverbandes BLLV\/VBE bis 2018<\/p>\n<p><strong>1978 Resolutionen <\/strong>&nbsp;<strong>2019<\/strong><\/p>\n<p>Standards zu Fragen\/Auswertung einf\u00fcgen<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dgg-ev-bonn.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Resolution-2014.pdf\">Resolution 2014<\/a><\/p>\n<p><\/p>\n\n\n<p><strong>Resolution der DGG eV 2015 &#8211; Landau\/Pfalz &#8211; Erkl\u00e4rung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sexualerziehung in der Schule \u201eJA\u201c &#8211; Sexualisierung \u201eNEIN\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schulische Sexualerziehung bedarf der wissenschaftlichen Fundierung und einer zeitgem\u00e4\u00dfen Anpassung &#8211; Forderungen der DGG an die Verantwortlichen nach einem konsensf\u00e4higen aktualisierten Orientierungsrahmen zum Lernfeld Sexualit\u00e4t und Schule. Es bedarf einer Grundsatzentscheidung der KMK f\u00fcr einen Strategieplan. Sexualisierung und Ideologisierung d\u00fcrfen grunds\u00e4tzlich keine Elemente schulischer Sexualerziehung werden (gem. BVG 21.12.1977). Eine konsensf\u00e4hige Vielfalt der Meinungen und Themen wie der Methoden ist zu gew\u00e4hrleisten, Sexualerziehung in den deutschen Schulen ist rechtens, an strikte Vorgaben gebunden, wobei Eltern kein Mitbestimmungsrecht haben, aber die Kooperation mit dem Elternhaus verpflichtend wird (gem. BVerwG, 22.3.1979).<\/p>\n\n\n\n<p>Der in j\u00fcngster Zeit medienwirksam vorgebrachte Protest von Eltern und Institutionen gegen schulische Sexualerziehung bedarf der unaufgeregten Analyse und Reaktion. Sexualaufkl\u00e4rung und Sexualerziehung in Kindheit und Jugend bzw. lebenslange Sexualbildung insgesamt sind heute angesichts der inflation\u00e4ren Darstellung und Kommerzialisierung von Sex in der \u00d6ffentlichkeit mindestens so wichtig wie zu Zeiten des Vertuschens und Tabuisierens.<\/p>\n\n\n\n<p>Es r\u00e4cht sich, dass Sexualerziehung trotz diesbez\u00fcglicher Beauftragung der Schulen durch die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz seit 1968 in keinem Bundesland zu einem verbindlichen Teil der Lehrerausbildung im Studium und \u2013der Lehrerfortbildung im Referendariat sowie der schulhausinternen und regionalen wie \u00fcberregionalen Lehrerweiterbildung geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>An vielen Schulen gibt es zwar auf der Basis von Richtlinien und Lehrpl\u00e4nen und mit Hilfe unstrittiger Medien eine von Eltern und Sch\u00fclern akzeptierte Sexualaufkl\u00e4rung im Bereich der vorgeschriebenen Sexualerziehung, aber diese positive Bilanz ist nicht fl\u00e4chendeckend und darf nicht dar\u00fcber hinweg t\u00e4uschen, dass es sowohl deutliche unverantwortliche Defizite in der Sexualaufkl\u00e4rung als auch sexualp\u00e4dagogischen \u00dcbereifer gibt, der den Vorwurf der Sexualisierung und der Indokrination provoziert. Dass die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Sexualerziehung an Schulen nicht \u00fcberarbeitet worden sind, ist zu kritiseren.<\/p>\n\n\n\n<p>An einem &#8222;runden Tisch&#8220; m\u00fcsste unter Beteiligung von Wissenschaftlern verschiedener Ausrichtungen, von Fachdidaktikern (zust\u00e4ndig f\u00fcr einen F\u00e4cher \u00fcbergreifenden Aufkl\u00e4rungsunterricht), von Lehrerschaft und Eltern und von externen Fachleuten aus der au\u00dferschulischen Bildungs- und Beratungsarbeit ein zeitgem\u00e4\u00df verbindliches Rahmenkonzept f\u00fcr Grunds\u00e4tze, Ziele und Inhalte schulischer Sexualerziehung formuliert werden. Kulturelle und sexuelle Vielfalt m\u00fcssten an so einem &#8222;runden Tisch&#8220; angemessen repr\u00e4sentiert sein, M\u00f6glichkeiten und Grenzen des methodischen Vorgehens m\u00fcssten konsensf\u00e4hig benannt  werden, um f\u00fcr Eltern Transparenz, f\u00fcr LehrerInnen Planungssicherheit und f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler jugendgem\u00e4\u00df nachhaltige Lernsituationen zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lehrkr\u00e4fte m\u00fcssten endlich f\u00fcr das Thema Sexualit\u00e4t im schulischen Alltag und f\u00fcr den diesbez\u00fcglichen Richtlinien gem\u00e4\u00dfen Unterricht in ihren F\u00e4chern nachpr\u00fcfbar qualifiziert werden. Zu fordern ist im Vorfeld ein interdisziplin\u00e4rer wissenschaftlicher Diskurs \u00fcber menschliche Sexualit\u00e4t als biologisches und kulturelles Ph\u00e4nomen (Sex und Gender), in dem Mythen und ideologische Vereinseitigungen aufgedeckt und rational bearbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu ist ein Strategieplan erforderlich, zu dem u.a. die Ausbildung regionaler FachberaterInnen bzw. schulischer Beauftragter geh\u00f6rt, wie es derzeit in Bayern der Entwurf zur Anpassung der Richtlinien vorsieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuellen Herausforderungen an die schulp\u00e4dagogische Realit\u00e4t kann von den Lehrkr\u00e4ften nicht ohne Unterst\u00fctzung von au\u00dfen geleistet werden. Ein gro\u00dfes Problem besteht darin, konsensf\u00e4hige Materialien zum Unterrichtsgebrauch bei Kindern und Jugendlichen aus anderen Kulturkreisen (Immigranten, Emigranten, \u00dcbersiedlern, Fl\u00fcchtlinge, Asylanten, christlich oder anders religi\u00f6s Orientierte und Nichtreligi\u00f6se sowie Menschen mit hier noch nicht erfasstem Migrationshintergrund) bereit zu stellen. Diese Aufgabe m\u00fcsste nach Auffassung der DGG professionell und kultursensibel von der BZgA in staatlich verantwortetem Auftrag gel\u00f6st werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierzu braucht es wissenschaftlicher Begleitung. Diese sieht die DGG am effektivsten und sinnvollsten an einer Universit\u00e4t aufgehoben mit einem eigenen Fachinstitut und qualifizierten wissenschaftlichen Kr\u00e4ften verschiedener Fachrichtungen . Wegen der Zust\u00e4ndigkeit der L\u00e4nder in Sachen Schule sollte die KMK Aufbau und Evaluation letztverantwortlich im Griff haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Anl\u00e4sslich des 80. Geburtstages von Prof. Dr. Norbert Kluge, erinnert die DGG dankbar an seine Leistungen f\u00fcr eine wissenschaftliche Sexualp\u00e4dagogik. Er hat von 1985 \u2013 1994 die DGG geleitet und an der Universit\u00e4t Landau\/Pfalz durch Forschungsarbeiten und zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen, davon 50 B\u00fccher, auch Theorie und Praxis schulischer Sexualerziehung nachhaltig vorangebracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Kritik, R\u00fcckmeldungen, W\u00fcnsche, Antr\u00e4ge erbeten an<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">DGG eV Gesch\u00e4ftsstelle Lengfelder Str. 29 97078 W\u00fcrzburg dgg@sexualerziehung.org Der Vorsitzende Linus Dietz<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">2019 W\u00fcrzburger Erkl\u00e4rung und Resolution f\u00fcr schulische Sexualerziehung<\/h1>\n\n\n\n<p>W\u00fcrzburg 6. Februar 2019 \u2013&nbsp;<strong>Linus Dietz als Vorsitzender auf der Mitgliederversammlung der DGG 2019 best\u00e4tigt \u2013 50 Jahre des Abwartens auf professionelle Aus-, Fort- und Weiterbildung staatlicher Lehrkr\u00e4fte f\u00fcr die rechtsverbindliche Sexualaufkl\u00e4rung in den Schulen sind wirklich genug!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Mitgliederversammlung der DGG 2019 hatte der Vorsitzende der DGG eV satzungs- und turnusgem\u00e4\u00df zur Mitgliederversammlung f\u00fcr 4.\/5.2.2019 aufgerufen. Die AGENDA wurde im Exerzitienhaus Himmelspforten von W\u00fcrzburg abgearbeitet. \u201eDie schulische Sexualp\u00e4dagogik hat wahrlich ein Update auf sexualp\u00e4dagogische Profession f\u00fcr den in Schulen verpflichtenden Aufkl\u00e4rungsunterricht \u2013 in Kooperation mit den Eltern und Erziehungsberechtigten mehr als verdient, wenn endlich Schluss sein soll mit dem dilettantischen Rumgehampele der ansonsten professionell unterrrichtenden schulischen Lehrkr\u00e4fte\u201c. Seit 50 Jahren gelten die staatlichen Versprechungen f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und ihre Eltern auf diesem zugegeben schwierigen Gebiet der schulischen Arbeit gem. Beschlu\u00df der Kultusminsterkonferenz vom 3.10.1968:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIII. Hilfen f\u00fcr den Lehrer; Lehrerfortbildung; Lehrerausbildung<br>Damit die Schulen \u00fcberall in ausreichendem Ma\u00dfe ihre Aufgabe in der Sexualerziehung erf\u00fcllen k\u00f6nnen, sollen im Rahmen der verschiedenen Formen der Lehrerfortbildung geeignete Lehrg\u00e4nge eingerichtet werden.<br>Besonders zu empfehlen sind Lehrerarbeitsgemeinschaften in den einzelnen Schulen. Die Lehrerbibliotheken m\u00fcssen mit der einschl\u00e4gigen Literatur ausgestattet werden. In die Studienordnungen f\u00fcr die verschiedenen Lehr\u00e4mter und in die Ausbildungsordnungen der Institutionen des Vorbereitungsdienstes sind zweckdienliche fach- und erziehungswissenschaftliche, didaktische und unterrichtsmethodische Lehrveranstaltungen aufzunehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Empfehlungen der ST\u00c4NDIGEN KONFERENZ DER KULTUSMINISTER DER L\u00c4NDER DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND (KMK) von 1968 wurden im Jahr 2002 aufgehoben, weil sie in den verbindlichen schulischen Richtlinien aller Bundesl\u00e4nder aufgenommen wurden. Sie bilden die Basis f\u00fcr die weiteren Entwicklungen im Bereich \u201eschulische Sexualerziehung\u201c, aber insbesondere auch f\u00fcr die Forderungen der gesetzlich in der Pflicht stehenden Lehrkr\u00e4fte auf angemessenen Zur\u00fcstung f\u00fcr dieses f\u00e4cher\u00fcbergreifende verbindliche Unterrichtsfach.&nbsp;(Beschluss der KMK vom 3.10, 1968, in: Sammlung der Beschl\u00fcsse der ST\u00c4NDIGEN KONFERENZ DER KULTUSMINISTER DER L\u00c4NDER IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND, 659, Neuwied, Luchterhand (Erg.-Lfg. 12 vom 21. 4.1969))<\/p>\n\n\n\n<p>Diese&nbsp;\u201eseit 50 Jahren selbst erkl\u00e4renden Forderungen der immer noch zutreffenden KMK-Empfehlungen sollen als eine angemessene Resolution als \u201eW\u00fcrzburger Erkl\u00e4rung 2019\u201c unser ANLIEGEN auf Professionalisierung der Sexualp\u00e4dagogik in den Schulen Deutschlands als Ergebnis der Jahrestagung der DGG 2019&nbsp;&nbsp;fixieren zur Weiterleitung an die Verantwortlichen in der Hoffnung auf Bearbeitung:&nbsp;\u201e50 Jahre des Abwartens auf professionelle Aus-, Fort- und Weiterbildung staatlicher Lehrkr\u00e4fte f\u00fcr die rechtsverbindliche Sexualaufkl\u00e4rung in den Schulen sind wirklich genug!\u201c, so der einstimmig wiedergew\u00e4hlte Vorsitzende Linus Dietz in W\u00fcrzburg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mittelpunkt h\u00e4tten die in den neuen Richtlinien geschaffenen Fach-Betreuer an den Schulen zu stehen als Multiplikatoren mit dem Schwerpunkt:&nbsp;<strong>Digitale Kompetenz als Teil\u2028der Lehrer-Pr\u00fcfungsordnung, und auch bei der qualifizierten Ausbildung der schulischen Sexualkunde-Lehrenden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bundesl\u00e4nder entscheiden \u00fcber die Zugangsvoraussetzungen zum Vorbereitungsdienst der Lehrkr\u00e4fte. Sie haben die Verantwortung, Kompetenzen f\u00fcr den Umgang mit digitalen Medien verbindlich festzuschreiben.&nbsp;<em>(Titelthema Didacta-Magazin 9\/2018 von Bianca Brinkmann)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Und da diese Medienwelt unabweislich auch \u201eals sexualisiert im weitesten Sinne gilt\u201c, so DGG-Vorsitzender Dietz, \u201eund die \u00fcberarbeiteten sexualp\u00e4dagogischen Richtlinien stringent mit Kompetenzen in den Lernzielen arbeiten, habe dies nun Forderungen f\u00fcr eine sexualp\u00e4dagogische Grund-Ausbildung im universit\u00e4ren Lehramtsstudium zur Folge.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Bildungsexperten sehen nicht nur Lehrende und Hochschulen beim Thema Digitalisierung in der Pflicht. Aber ohne Engagement der Politik wird sich hier nichts bewegen. \u201eDa\u2028die L\u00e4nder \u00fcber die Zugangsvoraussetzungen zum Vorbereitungsdienst der Lehrkr\u00e4fte entscheiden, haben sie di M\u00f6glichkeit, aber auch die Verantwortung, Kompetenzen f\u00fcr den Umgang mit digitalen Medien und ihren methodisch und didaktischen Einsatz f\u00fcr alle Lehramtsanw\u00e4rter verbindlich festzuschreiben. Nach der Analyse des Monitor Lehrerbildung: Nur knapp de H\u00e4lfte der L\u00e4nder macht von ihren Steuerungsm\u00f6glichkeiten Gebrauch und ber\u00fccksichtigt das Thema in staatlichen Pr\u00fcfungsordnungen f\u00fcr das Lehramt oder macht es zum Gegenstand von Hochschulvertr\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es zeigt sich: Das Lehrerstudium und damit die Lehrkr\u00e4fte von morgen sind erst teilweise in der digitalen Welt angekommen. Dabei bedarf es einer soliden Grundausbildung aus der ersten Ausbildungsphase und einer offenen Haltung dem Thema gegen\u00fcber, gerade weil sich die Unterrichtsmethoden sowie vielf\u00e4ltigen Einsatzm\u00f6glichkeiten digitaler Hilfsmittel so schnell wandeln und weiterentwickeln. Jede Phase, vom&nbsp;&nbsp;Studium \u00fcber das Referendariat bis zur Weiterbildung, sollte ihren Beitrag zur angemessenen Professionalisierung f\u00fcr den Lehrerberuf leisten. Digitale Medien geh\u00f6ren zu einem zeitgem\u00e4\u00dfen Berufsverst\u00e4ndnis genauso dazu wie Stift und Papier. Und von einer konsequenten Verankerung im Lehramtsstudium profitieren am Ende nicht nur die Lehrkr\u00e4fte selbst, sondern vor allem die Sch\u00fcler, ihre Eltern und die ganze Gesellschaft. \u201eEs handelt sich bei dieser Forderung nach einer umfassenden Digitalisierung um eine gesellschaftliche Herausforderung ersten Grades, so Dietz.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Programmratgeber \u201eFlimmo\u201c, herausgegeben von der Bayerischen Landeszentrale f\u00fcr neue Medien (kostenlos als Brosch\u00fcre, im Internet und als App erh\u00e4ltlich) r\u00e4t Familien zu einem kritischen Umgang mit bestimmten Fernsehformaten. Sie seien f\u00fcr Kinder problematisch, dazu z\u00e4hlen Staffeln von altbekannten Reality- und Casting-Sendungen, wie \u201eIch bin ein Star \u2013 holt mich hier raus!\u201c (RTL), besser bekannt als \u201eDschungelcamp\u201c, \u201eDer Bachelor\u201c (RTL) und \u201eDeutschland sucht den Superstar\u201c (RTL) sowie \u201eGermany\u2019s next Topmodel\u201c (ProSieben).\u00a0<strong>,,Solche Formate bieten Kindern denkbar negatives Anschauungsmaterial in Bezug auf Werte, Normen und Rollenbilder\u201c, schlie\u00dft sich Dietz an<\/strong>. \u201eFlimmo\u201c: Entscheidend sei, Kindern zu vermitteln, dass diese Sendungen nicht das wirkliche Leben abbildeten, im Umkehrschluss: \u201eWenn schon Fernsehen f\u00fcr und mit Kindern, dann Sendungen, die realistische Lebenswirklichkeit darstellen, \u2013 und da auch nicht permanent in der seltensten Form einer Lebenssituation\u201c.\u00a0(<em>M\u00dcNCHEN (EPD) 5\/2019 W\u00dcRZBURGER KATHOLISCHES SONNTAGSBLATT, S. 45)\u00a0\u00a0<strong>\u201e<\/strong><\/em><strong>Das Verst\u00e4ndnis hierf\u00fcr und der Umgang damit geh\u00f6rt zur Ausbildung f\u00fcr den Lehrberuf und zur Didaktik und Methodik einer zeitgem\u00e4\u00dfen Fortbildung, \u2013 aber das m\u00fcssen die Verantwortlichen daf\u00fcr auch wollen\u201c, so Dietz von der DGG zur Jahrestagung 2019 in W\u00fcrzburg.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>2020 &#8211; Zusammenfassung Beitrag Dietz \u2013 Entwurf einer\u00a0\u201eDeutsche Resolution: <span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Digitalisierung bedroht Menschenw\u00fcrde und Kinderschutz, &#8211; wenn wir nicht handeln<\/span>\u201c\u00a010\/2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sexualit\u00e4t 2020 findet in den Online-Petitionen von open-Petition und change.org u. a. und den Beitr\u00e4gen auf den Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram usw. einen ersch\u00fctternden Seismographen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten f\u00fcnf Jahren wurden ab\u00e4ndernde Forderungen an die Politik gerichtet von teils mehreren Millionen Unterst\u00fctzern (m,w,d). Im Katalog der Recherche f\u00fcr Online-Petitionen fanden sich:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>2016 Nein hei\u00dft Nein! Sexualstrafrecht reformieren!,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4nderung des Stalking-Paragraphen \u00a7 238, Zwangsheirat &amp; Suizid entkoppeln<\/p>\n\n\n\n<p>2017 Die Ehe f\u00fcr alle&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>2018 Periode kein Luxus mehr: Tamponsteuer gesenkt,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Homosexuelle &amp; Bi M\u00e4nner m\u00fcssen #Blutspenden d\u00fcrfen!<\/p>\n\n\n\n<p>2019 Verbietet #Upskirting in Deutschland!,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>2020 Sexistische und geschlechtsdiskriminierende Werbung verbieten!,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u201eGenitalverst\u00fcmmelung in Deutschland bek\u00e4mpfen\u201c<\/li><li>Verbot von #Kindersexpuppen in Deutschland!<\/li><li>Sexuelle Gewalt an Kindern ist ein Verbrechen und kein Vergehen!&nbsp;<\/li><li>#TINklusiveUni, jetzt! F\u00fcr trans*, inter* und nicht-bin\u00e4re Personen&nbsp;<\/li><li>Catcalling&nbsp;ist verbale sexuelle Bel\u00e4stigung.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><em>Nach der Tagung hinzugekommen:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/click.e.change.org\/f\/a\/y7-GdSrzqTbIQqm08AHKbg~~\/AANj1QA~\/RgRhetzCP4QLAWh0dHBzOi8vd3d3LmNoYW5nZS5vcmcvcC9mcmF1LWxhbWJyZWNodC1zY2jDvHR6ZW4tc2llLXN0YWxraW5nLW9wZmVyL3NpZ24_Y3NfdGs9QWo2aEdKeFloLTM3T2o1TW5GOEFBWGljeXl2TnlRRUFCRjhCdkMzWGRJUVdva2JRbGRPN2FuSzk2Z3clM0QmdXRtX2NhbXBhaWduPTlmYTljNTlkMTA1NTQxODE5OGQ5MmJhMjhhOWYxYzUyJnV0bV9jb250ZW50PWluaXRpYWxfdjBfMV8xJnV0bV9tZWRpdW09ZW1haWwmdXRtX3NvdXJjZT1hYV9zaWduX2FzayZ1dG1fdGVybT1jc1cDc3BjQgoAM89XmF90HmoxUhdkZ2dAc2V4dWFsZXJ6aWVodW5nLm9yZ1gEAAAAAg~~\">&nbsp;Stalking Opfer sch\u00fctzen!<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/click.e.change.org\/f\/a\/6x5WXcSYgvZymCAyZp4K7w~~\/AANj1QA~\/RgRhcsXAP4SNAWh0dHBzOi8vd3d3LmNoYW5nZS5vcmcvcC9ub3R5b3VycG9ybi1taXNzYnJhdWNoLWF1Zi1wb3Juby1wbGF0dGZvcm1lbi1tdXNzLXZlcmZvbGd0LXdlcmRlbi1ibWp2LWJ1bmQtbGFtYnJlY2h0L3NpZ24_Y3NfdGs9QW1ZT3RYOFNoLTM3T2owMWxGOEFBWGljeXl2TnlRRUFCRjhCdk9seGgxSkhkQTJLVWFoTEVfZi13YXclM0QmcHQ9QVZCbGRHbDBhVzl1QUpaaWd3RUFBQUFBWDVCQXU1R3pxVW95TlRBME5tTXlZZyUyNTNEJTI1M0Qmc291cmNlX2xvY2F0aW9uPWFhX3NpZ25fYXNrJnV0bV9jYW1wYWlnbj02ZTcwMzE4NTc3MDA0MzVkYTNhMjc3OTVlNDgyMmI3NSZ1dG1fY29udGVudD1pbml0aWFsX3YwXzFfMSZ1dG1fbWVkaXVtPWVtYWlsJnV0bV9zb3VyY2U9YWFfc2lnbl9hc2smdXRtX3Rlcm09Y3NXA3NwY0IKACTMQJBfP2dXzlIXZGdnQHNleHVhbGVyemllaHVuZy5vcmdYBAAAAAI~\">#NotYourPorn &#8211; Missbrauch auf Porno-Plattformen muss verfolgt werden&nbsp;<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Hinzu kommen die unaufgefordert auf den digitalen Schreibtisch flatternden Themen, die ungeniert \u00f6ffentlich breit getreten werden: ganzseitige Werbung in den Tageszeitungen f\u00fcr Erektionsmittel (auch zur Luststeigerung f\u00fcr die Frau), H\u00e4moritensalben und Gleitmittel, Erkl\u00e4rungsvideos zur Entjungferung, Analverkehr und Selbstbefriedigung f\u00fcr Kinder, Jugendliche und Erwachsene, zunehmend f\u00fcr Frauen.<\/h1>\n\n\n\n<p>Dieser Zustand muss neben Elternhaus und Schule, Politik und Sozialwissenschaft auch die Sexualwissenschaft in allen Forschungsbereichen interessieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die DGG fordert die verantwortliche Politik zum Handeln auf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer ein digitales Ministerium zu schaffen bereit und in der Lage ist, der darf bei dem damit heraufbeschworenen medialen Kindesmissbrauch nicht wegducken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die auch sexualisierenden Themenkreise werden im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung noch detaillierter, freiz\u00fcgiger und permissiv und bis in den individuellen Intimbereich fordernder. Und dieses geschieht ohne Altersbeschr\u00e4nkung rund um die Welt auf allen Kan\u00e4len mit \u201eKinderzulassung\u201c. Nicht nur Kinder werden hierbei massiv benutzt und z. T. in ihrer Menschenw\u00fcrde massiv verletzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sozialen Medien das Influencer-Wesen auf allen Bereichen unseres Lebens stark zugenommen und wird noch weiter wachsen und noch undurchsichtiger un\u00fcberschaubar, &#8211; der Hype auf die Digitalisierung der Gesellschaften weltweit wird dazu deutlich beitragen. Nicht nur positiv kann hierbei die Digitalisierungstendenz mit Zugang zum allseits willf\u00e4hrigen Internet schon ab dem Kindesalter sein, &#8211; wegen des homeschoolings auch noch \u00f6ffentlich finanziert und angeleitet. Und wegen der nicht funktionierenden Kinder- und Jugendschutzprogramme auch noch unfiltriert \u00fcbergriffig.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Lebens- und Lernfeld Sexualit\u00e4t in all seiner Ein- und Vielfalt wird durch die Digitalisierung entmenschlicht, der Kinderschutz drastisch unterwandert. Unsere Gesellschaft und Institutionen, wie die unseren, sollten sich darauf rechtzeitig einstellen und nach Antworten suchen. Pr\u00e4vention und Intervention sind nur gemeinsam zu erreichen. Angriffe auf die Menschenw\u00fcrde durch Verletzung der Intimsph\u00e4re und die sich weiter f\u00fcr den Kinderschutz verschlechternden Bedingungen durch die \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche digitale Welt fordert eine B\u00fcndelung der Fachkr\u00e4fte, wie sie nur eine \u00fcbergeordnete Fachorganisation geleistet werden kann. Da es sich um eine weltweite Bewegung handelt, ist neben der nationalen auch die europ\u00e4ische Eben gefordert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verbreitung digitaler Formate und Tools hat sich seit dem Fr\u00fchjahr 2020 rasant durch das weltweite Netz beschleunigt.&nbsp;Deshalb sind&nbsp;aus Erkenntnis der Pandemie-Erfahrung nach Schulschlie\u00dfungen und Home-Schooling deutlich mehr&nbsp;in den Blick zu nehmen, dass insbesondere bei den \u201esexualp\u00e4dagogischen Schul-Pflicht\u00fcbungen\u201c es nicht nur auf die technische Ausr\u00fcstung und die Digitalisierung von Arbeitsbl\u00e4ttern \u00fcber ein stark verbesserungsw\u00fcrdiges Internet gehen darf, sondern auch um die&nbsp;Qualit\u00e4t und Professionalit\u00e4t der Durchf\u00fchrenden und ihrer zur\u00fcstenden Ausr\u00fcster, auf deren desastr\u00f6se Situation wir seit der Einf\u00fchrung der gesetzbasierenden schulischen Aufkl\u00e4rung seit der Einf\u00fchrung 1969 hinzuweisen nicht m\u00fcde werden.&nbsp;In den einzelnen Bundesl\u00e4ndern wird die Aus- und Fortbildung zumindest rudiment\u00e4r angeboten. Ob und wie sie von den Lehrkr\u00e4ften angenommen wird, l\u00e4sst sich nur vermuten. Wichtig ist uns, dass die Zust\u00e4ndigen Ministerien auch die Qualifizierung der Aus- und Fortbildner (m,w,d) bei den h\u00e4ufig zitierten Schlagw\u00f6rtern&nbsp;Digitalisierung und Professionalisierung in den Blick nehmen. Digitale professional gef\u00fchrte Schule&nbsp;bedeutet in diesen Zeiten ganz besonders educational technologies&nbsp;entwickeln und anwenden lernen, aber auch endlich ausreichend Aus-, Fort- und Weiterbildung f\u00fcr die damit professionell Verantwortlichen anzubieten. Auf die wissenschaftliche Qualit\u00e4t hat der Verursacher des Dilemmas, der Staat zu achten. Die dazu notwendige Ausbildung von Ausbildern ist noch nicht einmal angedacht.&nbsp;Die pandemieverursachte&nbsp;Spontan-Digitalisierung wird nun auch ohne gro\u00dfe Vorbereitung und mit fehlenden Ressourcen besonders wichtig. Im diesj\u00e4hrigen DIE-Forum* Weiterbildung werden daher die Aspekte Qualit\u00e4t und Professionalisierung in den Blick genommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>(*&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.die-bonn.de\/Institut\/DIE-Forum\/Default.aspx\">https:\/\/www.die-bonn.de\/Institut\/DIE-Forum\/Default.aspx<\/a>&nbsp;&#8211;&nbsp;<strong>Das DIE-Forum Weiterbildung widmet sich aktuellen und zukunftsweisenden Fragen zur Weiterbildung.<\/strong>&nbsp;Ziel ist es, ausgehend von aktuellen Fragestellungen ma\u00dfgeblich zur Entwicklung der Weiterbildung in Forschung und Praxis und ihrer stetigen Professionalisierung beizutragen. Daher richtet sich die Aufmerksamkeit einerseits auf die Analyse der bestehenden Forschung und Praxis sowie andererseits auf die Entwicklung von perspektivischen L\u00f6sungsans\u00e4tzen und Modellen f\u00fcr eine Weiterbildungspraxis der Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Inhaltlich greift das DIE aktuelle Themen der Weiterbildung auf und kn\u00fcpft dabei an nationale und internationale Fragestellungen und Diskurse an. Durch das DIE-Forum tr\u00e4gt das Institut zur nationalen und zunehmend auch zur internationalen Vernetzung der Erwachsenenbildung bei, sowohl innerhalb der Wissenschaft als auch zwischen Wissenschaft und Praxis.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das n\u00e4chste &#8222;DIE-Forum Weiterbildung&#8220; findet am 1. Dezember 2020 im digitalen Raum statt.<\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Linus J. Dietz, Vorsitzender der DGG e.V. 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